14.+15. August 2021 

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich die fleißigen Frauen um rund 80 Kräuterbüschel aus verschiedenen mitgebrachten und gespendeten Kräuter zu binden. Nebenbei wurde auch noch der Altarschmuck mit einer Königskerze von Paula Spinnenhirn und Anna Sterk gebunden.

Ein schattiges Plätzchen unter dem Baum mitten im Hof der Familie Martin wurde zum Arbeitsbereich der Frauen auserwählt und die Garage, wie auch letztes Jahr, wieder zum Lager der Sträuße umfunktioniert. Eigentlich hätten die fleißigen Helferinnen nach getaner Arbeit eine Aromatherapie in der Garage durchführen können, es roch phantastisch nach frischen Kräutern, alle haben aber den Eiskaffee mit lecker Kuchen in geselliger Runde im Hof vorgezogen.

Einfach toll war es, was für verschiedene Kräuter die Bodnegger so im Garten haben:

„Was ist denn das?“. „“Das wächst bei dir, kann ich da mal ein Ableger haben?“ „Kennt ihr das, was macht man denn damit?“ Man lernt immer was dazu! Vielen Dank den Helferinnen, Kräuterspendern und an Familie Martin.

Dann war es soweit und der Gottesdienst begann.

Dagmar Knausberg hatte diesen gut mit Pfarrer Christian vorbereitet und die Frauen eingeteilt. Die Kirche duftete herrlich nach den vorbereiteten aber auch unzähligen mitgebrachten Sträußen und war gut gefüllt. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Helga Rische an der Orgel und den Sängerinnen Ilona Leuthold, Marina Wahl, Annette Thielow und Beate Gessler von der Schola umrahmt. In einer feierlichen Segnung wurden die Kräuter gesegnet und anschließend an die Kirchgänger verteilt. Aber auch das Hospiz Ravensburg wurde mit Kräuersträußen versorgt.

Rundum, es war ein sehr gelungener Gottesdienst. Herzlichen Dank an alle Beteiligten und Gottesdienstbesucher.

 

Doch nun, was tun mit dem Kräuterstrauß?

Es gibt so viele Möglichkeiten, hier nur ein Paar:

Man kann die Kräuter in der Hausapotheke verwenden, sie im Stall oder Haus aufhängen, die Getreidekörner bei der nächsten Saat verwenden.

Man kann aber auch den Kräuterbüschel auf das Grab eines lieben Verstorbenen legen – so werden die Kräuter zum Zeichen der Liebe Gottes über den Tod hinaus und zum Zeichen des Glaubens an die Auferstehung.

Oder man nutzt die Kräuter zum Räuchern des Hauses in den Rauhnächten (25.12-6.1.) um es zu reinigen.